IMPRESSIONEN
FESTIVALAUFTAKT
KORNEUBURG
25 Jahre schon gibt es das Viertelfestival. Ein Jubiläum das im Rahmen der Eröffnung des WEIN/4-FESTIVALS 2026 im Korneuburger Stadtsaal gefeiert wurde. Und doch stand nicht die Vergangenheit im Vordergrund, sondern bildete nur einen zart skizzierten Hintergrund für das Bevorstehende. Denn die 53 Projekte, die bei der Eröffnung durch zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Festivalgemeinden vereint waren, schließen in einer Hinsicht nahtlos an die vergangenen Jahre an: Sie alle bringen Innovation in die Region, wurden eigens für das Festival entwickelt und in einem demokratischen Entscheidungsprozess von einer regionalen Fachjury ausgewählt. Einige sorgen dabei gewiss für Diskussionsstoff, wie Festivalleiter Martin Vogg am Beispiel von Katharina Cibulkas feministischer Installation „Wie lange noch… SOLANGE“ aufzeigte, die als Initialzündung bereits einen Tag vor der eigentlichen Eröffnung an einem Siloturm in Raasdorf enthüllt wurde. So bleibt auch der Mut zum Kontroversiellen ein zentraler Teil der Festivalprogrammatik.
Um die 53 Projekte des Festivals vorzustellen wurde ein unkonventioneller Weg gewählt: Mit 66 virtuosen Zeilen lieferten Elena Sarto und Mieze Medusa eine kompakte Programmbeschreibung ab. Bildlich untermalt von Elisabeth Jegels „FestBildern“ und musikalisch begleitet von den rhythmischen Beats vom vinophilen Kollektiv „Techno in the Winery„, entsteht eine Festivalhymne, die das Motto „Was geht ab?! Das geht!“ in Titel und Refrain aufgreift. Den entstandenen Song, der am 3. Juni bei einer zweiten Liveperformance auf Schloss Jedenspeigen ertönt, gibt es hier auch als Video.
Mit seiner kritischen Hymne „Scheenes Land“ – einem Lied, das sich bewusst gegen naiven Nationalstolz ausspricht – huldigte Jimmy Schlager gegen Ende noch einmal jene Region, die im Zuge des Festivals zum künstlerischen Experimentierfeld für neue kulturelle Formate und Schaffensprozesse wird: das Weinviertel.









